Ein Besuch lohnt! (17.01.2011)
Natur- Museum

Neue Ausstellung im Goldberger Natur- Museum
Am 17. Januar wurde im Natur- Museum der Mildenitzstadt wieder eine neue Ausstellung eröffnet.
"Welch herrliches Helldunkel" - Die Frühzeit der Photographie in Mecklenburg - versetzt in eine längst vergangene Zeit.
Roswitha von Pich Lipinski und ihr Team haben die Ausstellungstafeln zur Sonderausstellung vom Freilichtmuseum Schwerin - Muess erhalten und mit vielen Bildern aus dem Fundus des Goldberger Museums liebevoll ergänzt und ins rechte Licht gesetzt.
So konnten die Besucher der Ausstellungeröffnung etwas ganz Wunderbares erleben. Spannend die vielen vergilbten Bilder, die das Leben vergangener Zeiten wieder aufleben läßt.
Schulbilder aus Goldberg, Bilder vom Goldberger Schützenverein, Kinderbilder, Straßenbilder Goldbergs, Hochzeitsbilder - z.B. mit einer Braut in schwarzem Kleid und weißem Schleier - wer mag das wohl gewesen sein, was ist aus der Hochzeitsgesellschaft geworden, wie und wo verlief ihr Leben - Fragen, Gedanken ...
Man ist unwillkürlich in einer ganz anderen - längst vergangenen Zeit - Bilder, die den Augenblick eingefroren haben.
Spannend auch die Namen der Fotografen, die es mal in Goldberg gab. So findet man hier u.a. Ludwig Gustav Kleffel, der als Pionier der Fotografie galt. Er verfaßte ein weltweit bekanntes Handbuch zur Fotografie.
In die Liste der Namen der Goldberger Fotografen reihen sich auch Pless, Kinder, Frick und Goy neben weiteren ein. Wenn man zu Hause alte Bilder durchstöbert, findet man häufig den Namen "Kinder". Von 1900 bis 1914 war er in Goldberg tätig. Die lange Zeit hat den Bildern nichts anhaben können, sie sind in einem besonderen hell- gelbbraun - (vielleicht vergilbt) erzählen ihre spezielle Geschichte.
Eine Besonderheit der Ausstellung ist eine Daguerreotypie (Fotografieverfahren des 19. Jahrhunderts - benannt nach dem französischen Maler und Erfinder Daguerre) aus dem Jahre 1845. Das "Foto" zeigt Magarethe Ulrike Wilhelmine von Weltzien, Klosterdame aus Dobbertin. Es lohnt schon, diesen besonderen Schatz des Museums zu betrachten.
Außerdem kann man ganz viele Fotoapparate von damals bis heute sehen; Heinz Goy und Hans Hentschel stellten diese freundlicherweise zur Verfügung.
Den Besuchern der Eröffungsveranstaltung haben die Exponate sehr gefallen. So kam man ganz einfach ins Gespräch, erinnerte sich an die Kinderzeit, erzählte von Groß - und Urgroßeltern - und - ganz sicher wird so manch einer gleich noch heute in alten Fotos stöbern.
Diese schöne Ausstellung ist bis Mai im Goldberger Natur - Museum zu erleben.
Ein Besuch lohnt!
Karin Mußfeldt





