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Gästebuch

94: E-Mail
25.06.2017, 13:04 Uhr
 
Hier etwas zur Geschichte, die Schüler als Information über die DDR wissen sollten.


Das habe ich damals mit der Stasi in der DDR tatsächlich erlebt.

An einem Vormittag kamen 2 Männer zu meiner Arrestzelle in den Keller in Torgau 1976. Einer schloss die Tür und dann das Zwischengitter auf. Brand? Ich sagte ja. Von den 2 Zivilisten wurde ich mit Schupsen aus der Zelle befördert. Einer hatte seinen Gummiknüppel in der Hand und fuchtelte damit rum. Vorwärts! da lang und gehen sie schneller, schrien die 2. Ich wusste nicht wer die Leute waren und weshalb die mich nun raus holten. Ich kriegte Stöße von hinten, das ich fast zu Boden fiel Ich hatte bloß die Latschen an und konnte nicht so schnell gehen, wie ich sollte. Mehrere Zwischengitter wurden aufgeschlossen, um zur anderen Station zu kommen. Los schneller, nicht einschlafen Brand, hörte ich mehrfach. Ob es wichtig war, so schnell wie möglich dahin zu kommen, wo die wollten?. Das es nur Stasi-Leute sein können, ahnte ich. Bisher hatte sich in Torgau noch niemand von solchen Leuten bei mir blicken lassen. Ich musste auch noch nicht zu einem zum Gespräch(Verhör). Obwohl ich zum damaligen Zeitraum schon mehrere Wochen im strengen Arrest saß. Richtig Schockiert von dieser Behandlung, kam ich bald mit den zweien in deren Büro an. “Da hinstellen, mit dem Gesicht zur Wand!” schrie einer mich an .Da stand ich eine Weile bis ein Typ aus der Tür raus geschossen kam und schroff befahl “Umdrehen!” Dann schrie der mich dermaßen, unverhofft kräftig und laut an, das ich wohl mächtig geschockt und eingeschüchtert war. Mit Worten, “was erlauben sie sich Brand, hier alles zu verweigern, was denken sie wohl was wir mit ihnen hier machen werden? Sie sind nur ein Gefangener ,wir bestimmen hier. Vergessen sie ihre Wünsche, sie kriegen Nachschlag(Zusätzlich Haftmonate obendrauf). Wieder raus kommen sie erst dann, wenn wir es wollen!” Dann hörte ich Worte wie : sie Asozialer Typ, Krimineller, Schmarotzer, Abschaum, DDR-Verräter, Parasit unserer Gesellschaft und einige andere Schimpfwörter die auf mich einprasselten.
Bei dem seinem Geschrei stand er so nah vor mir, das seine feuchte Aussprache in meinen Gesicht landete. Ich wollte die Spucke aus dem Gesicht wischen, da schrie der fette Sack zu mir - Arme unten lassen, oder wollen sie mich angreifen?! Ich war fertig mit meinen Nerven!!! Und durch den Wochenlangen Arrest, ohne Vergünstigungen und Hungern, war ich sowieso schon ausgelaugt. So hatte mich noch keiner angeschrien oder runtergeputzt. Nach Ende des Geschreis und Getobe hörte ich die Frage “Und, wollen sie uns noch länger verscheißern oder endlich arbeiten, für ihr Dasein” ? Ich zitterte am ganzen Körper und hatte nicht mit solch einem Wutanfall des Stasi-Beamten gerechnet.
Aber trotzdem wusste ich genau, das sich wegen solch einem Irren, mein Ziel und Standpunkt nicht ändert. ”Was wollen sie Strafgefangener Brand, mit ihrem Benehmen erreichen?”, fragte der jetzt schon etwas leiser? Ich will in den Westen ausreisen! antwortete ich. Da fing der Mensch laut an zu lachen und mit seinem knallroten Gesicht rief er zu mir. Vielleicht als Rentner, wenn sie Torgau überlebt haben!
“Wir haben doch hier das Sagen. Und sie kriminelle Laus sind ein Nichts. Hier werden wir uns noch öfters treffen und mal sehen was sie dann noch sagen. Umdrehen Brand!” hörte ich von dem. Da stand ich eine jetzt Weile mit dem Gesicht zur Wand und zitterte einem Nervenzusammenbruchs nahe, vor mir hin. Dann sagte mir einer von den Beamten die mich aus der Zelle befördert haben, “Brand nehmen sie mal hier Platz.” Der sprach ganz höflich zu mir, als ob nicht gerade von seinem Genossen ein Wutausbruch über mich ergossen wurde. Der bot mir sogar eine Zigarette an. Überlegen sie sich doch jetzt mal ganz in Ruhe, ob es nicht besser wäre die Arbeit im SV aufzunehmen. Sie hätten wieder Kontakt zu anderen Gefangenen, dürfen Briefe empfangen und schreiben. Sie bekommen Paketscheine. Einkaufen wie andere, können sie dann auch. Sie müssten nicht mehr im Keller Leiden und bleiben Gesund. Denken sie auch an die Wiedergutmachung, Strafgefangener Brand! Der blieb auch noch höflich und ruhig, als ich fragte was ich denn wiedergutmachen sollte.
Dem sagte ich, ich bin doch hier das Opfer. Ich will nur raus aus der DDR. Dem seine Erwiderung lautete nicht mehr so höflich: “Brand, so kann ich ihnen auch nicht weiter helfen, dann verrotten sie in ihrem Keller.”
Als bald ein SV-Obermeister( 3 Sterne auf den Schulterstücken) eintraf, wurde ich von dem in den Arrestbereich zurück gebracht. Der Spuk hatte ca.2 Stunden gedauert. Wer ähnliche Verhöre mal mitgemacht hat, kann nachvollziehen wie ich mich gerade fühlte. Später erst erfuhr ich, das der große fette Miese Kerl ein Hauptmann der Stasi war und die beiden anderen die mich geholt hatten, waren ein Unterleutnant und ein Leutnant.
Alle vom MfS= Ministerium für Staatssicherheit. Die haben die die Macht gehabt und Beschweren konnte ich mich nirgendwo. Das ich noch 3 Jahre in der DDR im Gefängnis sitzen musste, wusste ich damals noch nicht.
Doch ich habe an mein Ziel geglaubt und dafür gekämpft. Viele Strapazen und auch Erziehungsgespräche(Verhöre) mit Morddrohungen hatte ich damals noch vor mir.

Meine Rehabilitierung, Freispruch und Entschädigung, empfand ich Mitte der 90 er Jahre als Ritterschlag. Laut der Meinung des dicken Stasi-Hauptmanns, dürfte ich erst jetzt, mit 65 als Rentner in den Westen.
Möge er und seine Genossen den verdienten Lohn bekommen haben und in der Hölle schmoren.

Über die ganze Zeit im Gefängnis, habe ich das 2-teilige Buch „Hafterlebnisse eines DDR-Bürgers“ geschrieben. Für 2,99€ als E-Book bei Amazon erhältlich

Meine Homepage http://rurufi.ibk.me
 

Bearbeitet am 27.06.2017

93: Sibille Laffin
01.06.2017, 14:13 Uhr
 
Nach Jahren war ich wieder mal in Dobbertin. Es hat sich nichts geändert. Die Straßenbeleuchtung ist in der Nacht immer noch ohne Funktion.
Vom Hotel bis zum Zeltplatz ist der Weg ohne Taschenlampe nicht zu finden.
Hab dieses Problem vor Jahren schon mal schriftlich an den Bürgermeister verfasst, kam aber keine Antwort.
ist wohl nicht so wichtig für Leute, die dort ansässig sind.
Ansonsten ist das Dorf sehr schön und gepflegt. Ich bin trotz allem gern immer mal wieder dort.
 
92: Hesse Klaus
28.07.2016, 12:17 Uhr
 
ich hatte früher mal in Goldberg Jungfernstrasse 26 gewohnt
 
91: E-Mail
17.04.2016, 20:27 Uhr
 
Hallo Viola
Schöne Grüße aus der Wesermarsch nach Goldberg.
grüß Monika
 
90: E-Mail
30.10.2015, 06:37 Uhr
 
....ich bedanke mich ganz herzlich für die lieben glückwünsche....

eure km :)
 
89: E-Mail
08.02.2015, 13:54 Uhr
 
Hallo! bitte senden sie mir Prospekte.Infos(Urlaub)zu.Raum Dobbertin.Adr.Michael Ohlms Zu den Specken 9 38228 Salzgitter.Verbringen den Urlaub (Aug 15) dort. Danke Mfg.M.ohlms
 
88: E-Mail
31.01.2015, 17:24 Uhr
 
Hallo,

Kennt jemand Dana aus dem Beitrag 71 und hat eventuell eine Telefonnummer .... die Mailadresse schein nicht mehr aktuell :-(
Möchte Sie gerne wiedersehen.
 
87: E-Mail
30.10.2014, 08:26 Uhr
 
Bitte um die ZUsendung von INfomatrial
für Urlaubsaufenhalt und ein Amtsblatt
zur Ansichtr

16356 Ahrensfelde
Rebhuhnwinkel 20
 
86: E-Mail
06.07.2014, 18:41 Uhr
 
Sehr geehrter Herr Kunstmaler Horst Meyn,

Eine tolle Homepage und ganz große Klasse per Hand gemalte Gemälde habe ich da besichtigt. Meistens streife ich über eine Homepage. Aber Ihre Gemälde finde ich alle sehr schön und vergleiche Sie mit den sehr guten Kunstmaler auf der ganzen Welt. Bin selber Kunstmaler aus Holland und wohne in der Nähe von ehemaligen großen Künstler Vincent van Gogh. Der Kunstmaler John Palo van Patzasso hat eine eigene Homepage welche Sie sich unbedingt anschauen sollten:
kunstmaler.patzasso
Künstler.John.Palo van Patzasso
 
85: E-Mail
02.01.2014, 09:47 Uhr
 
Liebe Bürger der Stadt Goldberg,

ich wünsche Euch ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2014.

Dieter Langer
 

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